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Der Hüttenschlafsack sorgt auf Reisen für hygienisch sorgenfreie Übernachtungen

 

Als Hüttenschlafsack, Jugendherbergsschlafsack, Herbergsschlafsack oder auch Innenschlafsack wird eine besonders leichte Variante des herkömmlichen Schlafsackes bezeichnet. Die Wärmewirkung ist deutlich geringer als bei Outdoor-Schlafsäcken. Die vorwiegend verwendeten Materialien zielen nicht in erster Linie auf eine gute Außenisolation ab. Bequemes, angenehmes und vor Allem hygienisches Schlafen in zumeist geschlossenen Räumen soll mit einem Hüttenschlafsack sichergestellt werden.

Wofür wird ein Hüttenschlafsack benutzt?

Der Grund des Namens liegt in seinem Anwendungsbereich. Vor Allem für ein hygienisches Schlafgefühl in fremden Betten wie in Hütten und Jugendherbergen wird er benutzt. Er ersetzt oder ergänzt die dort bereitgestellten Decken und sorgt bei normalen Innenraumtemperaturen für einen angenehmen Schlaf. In Hütten des Alpenvereins ist die Mitnahme eines Hüttenschlafsackes sogar vorgeschrieben. Neben der Hygiene haben diese besonderen Schafsäcke auch eine Aufgabe in der Ergänzung normaler Schlafsäcke gefunden. Als Inlay für einen Outdoorschlafsack erhöhen sie nachweislich die Wärmewirkung um mehrere Grad Celcius. Eine andere Nutzung besteht darin, den eigenen Gästen eine komfortable Variante für die Übernachtung auf Sofa oder Gästebett zu bieten. So muss nicht ein Extraset an Bettdecke und Kissen permanent in der eigenen Wohnung aufbewahrt werden. Der geringe Stauraumbedarf eines Hüttenschlafsackes bietet hier entscheidende Vorteile.

 

Pflege und Hygiene

Die leichten Schlafsäcke können je nach Material problemlos gewaschen werden, was wiederum für sehr hygienische Zustände sorgt. Nicht nur Allergiker freuen sich darüber. Hygiene ist folgerichtig auch ein Hauptargument für den Kauf eines Hüttenschlafsackes. Um nicht direkt mit Kissen und Decken in Berührung zu kommen, auf denen vor dir schon hunderte von anderen Wanderern und Gästen geschlafen haben, ist diese Ergänzung sinnvoll. Die meisten Hüttenschlafsäcke lassen sich unterwegs schnell mit der Hand waschen und trocknen deutlich schneller als normale Bettwäsche. Die Schlafsäcke aus Baumwolle oder Kunstfasern sind oft Waschmaschinen geeignet. Nach der Rückkehr von der Bergtour oder dem Wandertrip werden so mit der Kochwäsche auch Mikroorganismen abgetötet.

 

Form und Größe

Hüttenschlafsäcke werden von den meisten Herstellern in einer geraden, rechteckigen Form angeboten. Die dünnen Sommerschlafsäcke eignen sich alternativ als ausreichend große Decke für warme Sommernächte. Sie können ebenfalls als Laken benutzt werden. Bei einigen Firmen ist das Koppeln dieser Innenschlafsäcke durch einen seitlichen Reißverschluss möglich. Die gerade Form sorgt für ausreichend Bewegungsfreiheit während der Nacht. Die normale obere Einstiegshöhe für einen Inlet-Schlafsack liegt bei etwa 75 cm. Größere Varianten bis zu einer Breite von 110 cm sind auch erhältlich. Die Standardlänge für einen Hüttenschlafsack liegt bei 190 bis 210 cm. Für Hüttenschlafsäcke, die im Sommer solo bei Outdoor-Touren benutzt werden, hat sich die klassische Mumienform bewährt. Genauso wie die herkömmlichen Outdoor- Schlafsäcke bestehen diese dann aus mehreren Lagen Material. Innen soll für ein angenehmes Schlafklima gesorgt werden. Außen stehen Robustheit und Wetterresistenz im Vordergrund. Besondere Beachtung beim Kauf eines Hüttenschlafsackes solltest du auf das Kopfteil legen. Bei einigen Modellen wird der Schlafsack tatsächlich nur als eine Art Reisedecke geliefert. Andere Modelle haben ein integriertes Fach für ein kleines Kissen. Auch die Variante eines Kapuzenkopfteils ist bei Hüttenschlafsäcken möglich.

 

Material und Verarbeitung

Den Hüttenschlafsack gibt es in vielen unterschiedlichen Materialien. Je nach gewünschtem Einsatzbereich kann er aus Seide, Baumwolle, Polyester, Microfaser, Schafwolle, Satin, Fleece oder einer Kombination dieser Materialien bestehen. Die Materialzusammensetzung richtet sich nach dem gewünschten Wärmegrad. Die einzelnen Materialien bieten darüber hinaus ganz spezifische Vor- und Nachteile:

 

Seide

Das Naturmaterial gilt zurecht als äußerst edel. Das schlägt sich auch im Preis nieder. Ansprechend ist Seide nicht nur durch ihren schönen Schimmer. Seide wirkt antibakteriell und ist somit besonders hygienisch. Die hohe Festigkeit der Fasern isoliert gut gegen zu viel Kälte und Wärme. Zudem bietet das Material eine angenehme Kühlung in heißen Sommernächten. Daher ist ein Hüttenschlafsack aus Seide beliebt für den Einsatz im Sommerurlaub. Im Winter eignet sich das Produkt aus dem edlen Material als Inlay oder auch als Unterlage für Betten. Zu den besonderen Eigenschaften der Seide gehört neben der guten Isolation auch die geringe Anfälligkeit für das Knittern. Darüber hinaus kann der aufwendig gesponnene Stoff bis zu einem Drittel seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Nächtliches Transpirieren wird somit nicht zu einem Problem beim Schlafkomfort. Ein Seidenschlafsack sollte nicht über 300 Gramm wiegen und belastet damit das Reisegepäck nicht unnötig. Ein Nachteil des Materials ist seine hohe Empfindlichkeit gegenüber Wasserflecken, die sich unschön auf dem Hüttenschlafsack abzeichnen können. Auch die Abriebresistenz ist bei Seide nicht sehr hoch.

 

Satin

Die etwas günstigere Variante für einen kühlenden Hüttenschlafsack findet sich beim Material Satin. Gut zu erkennen ist Satin an seinem besonderen Glanz auf der einen und einer matten Oberfläche auf der anderen Seite. Der brillante Glanz wird durch die Verarbeitung eines Endlosfadens erzeugt. Im Grunde genommen ist Satin kein eigenständiges Material, sondern lediglich eine besondere Verarbeitungsform von Seide, Polyester oder Viskose. Der Hüttenschlafsack aus Baumwollsatin oder Wollsatin sorgt ebenfalls für eine gute Nachtruhe. Im Satin verbinden sich die Eigenschaften der jeweils verwendeten Grundmaterialien. Der Kühleffekt wird durch die glatte Oberfläche erzeugt. Je nach Grundmaterial ist Atmungsaktivität, Wasseraufnahme, Knitterarmut oder geringes Gewicht der Grund für die Wahl von Satin als Verarbeitungsart.

 

Baumwolle

Nicht umsonst wird Baumwolle für eine Vielzahl von Textilien genutzt. Das besonders robuste Material lässt sich hervorragend verarbeiten und vereint eine große Bandbreite unterschiedlicher Eigenschaften. Beim Hüttenschlafsack machen sich die Hersteller die hohe Wasseraufnahmefähigkeit der Naturfaser zunutze. Reine Baumwolle kann bis zu 65 Prozent des Eigengewichts an Wasser aufnehmen. In trockenem Zustand wiegt der Hüttenschlafsack aus Baumwolle um die 400 Gramm. Baumwollstoffe sind extrem belastbar und abriebfest. Dadurch wird die Langlebigkeit garantiert. Zudem können Baumwollstoffe gekocht werden, ohne Schaden zu nehmen. Mikroorganismen wie Bakterien werden durch die hohen Temperaturen abgetötet. Somit ist ein Hüttenschlafsack aus Baumwolle sehr hygienisch.

 

Schafwolle

Wenn der Hüttenschlafsack aus Schafwolle besteht, dann ist ein besonders warmes Schlafen garantiert. Die sehr gute Isolationskraft des Naturmaterials macht die Verwendung im Winter sehr attraktiv und sinnvoll. Schafwolle leitete Feuchtigkeit besser nach außen als Baumwolle. Die Faser nimmt im Inneren Wasser auf, stößt es an der Außenschicht jedoch ab. Damit wirkt sie automatisch thermoregulierend. Diese Naturfaser ist schwer entflammbar und wirkt zudem antistatisch. Für die längere Nutzung ohne Gelegenheit zum maschinellen Reinigen hängt man den Hüttenschlafsack aus Schafwolle einfach zum Lüften auf. Das Material nimmt schwer fremde Gerüche wie z.B. Schweiß auf und riecht nach kurzer Lüftung wieder frisch. Ein Nachteil bei langen Wanderungen mit Gepäck ist das relativ hohe Gewicht, das Schafwolle mit sich bringt. Zudem benötigt man mehr Stauraum als bei leichteren Materialien.

 

Polyester

Nur wenige Hersteller fertigen einen Hüttenschlafsack aus reinen Naturfasern. Die Regel ist ein Materialmix mit Kunstfasern, den Polyestern. Der Vorteil der High-Tech-Fasern ist die umfassende Einsetzbarkeit. Sie lassen sich als Endlosfaden wie Seide herstellen oder mit begrenzter Faserlänge wie Baumwolle. Satin ist ein klassisches Beispiel dafür, wie künstliche und Naturfasern oft zusammen eingesetzt werden. Auch Fleece wird zumeist aus Polyester hergestellt. Allein daran zeigt sich, dass die Bezeichnung Polyester noch nichts über Wärmeleistung, Thermoregulation oder Witterungsempfehlung für den entsprechenden Hüttenschlafsack aussagt. Fleece als besonders rutschfestes, warmes Material eignet sich für die Verwendung im Herbst, Winter und Frühjahr, während Satin, wie oben beschrieben, eher im Sommer eingesetzt wird. Nachteil des Materials Polyester ist seine leichte Brennbarkeit. Oftmals geht auch eine erhöhte elektrostatische Aufladung mit der Verwendung einher. Wird Polyester zu einem Fleece- Hüttenschlafsack verarbeitet, so zeichnet sich dieser durch ein angenehmes Hautgefühl aus. Weitere positive Eigenschaften sind die wasserabweisende Oberfläche und die kurze Trockenzeit. Winddicht ist der Hüttenschlafsack aus Fleece nicht, dafür aber recyclingfähig.

 

Microfaser

Mit Microfaser wird in den meisten Fällen eine besondere Verarbeitung des Kunststoffes Polyester bezeichnet. Diese Faser zeichnet sich durch eine große Feinheit und Dichte aus. Das bedeutet, dass der Hüttenschlafsack aus Microfaser sehr weich und angenehm auf der Haut ist. Daher wird auch gern hochwertige Bettwäsche aus Microfasern hergestellt. Der weiche Griff von Hüttenschlafsack und Funktionsbekleidung aus dieser Materialzusammensetzung wird durch die hohe Faserdichte erzeugt. Der große Vorteil von Microfaser ist die Fusselresistenz. Weitere Eigenschaften sind Winddichtigkeit, das Abweisen von Wasser und die Durchlässigkeit von Wasserdampf. Letzteres ist bei nächtlichem Schwitzen wichtig. Der Hüttenschlafsackaus Microfaser trocknet zudem besonders schnell.

 

Die Top-Hersteller von Hüttenschlafsäcken

 

Camtoa

Die Firma Camtoa ist ein Ausrüster für Outdoorabenteurer, der in erste Linie mit seinen technischen Produkten hervorsticht. Doch auch ein vollwertiger Schlafsack, sowie ein besonders leichter Hüttenschlafsack befinden sich im Sortiment dieses Ausstatters. Genau dieser hat es im Jahr 2017 in die Liste der Top-Schlafsäcke geschafft. Die Kompressionstasche, in der dieser Schlafsack geliefert wird, sorgt für ein kleines Packmaß. Die Außenhaut besteht aus Nylon. Innen ist der Schlafsack mit einem synthetischen Baumwollgemisch ausgekleidet. Mit einem Zwei-Wege-Reißverschluss lässt er sich öffnen und schließen. Die Außenmaße des Herstellers entsprechen nicht ganz den realen Maßen. Ein etwas größeres Modell von Camtoa mit inkludiertem Kopfteil lassen aber auch größere Menschen bequem schlafen. Der sehr dünne Hüttenschafsack eignet sich perfekt als Inlet oder solo für Temperaturen zwischen sechs und 15 Grad Celsius.

 

Cocoon

Die ganze Vielfalt von Hüttenschlafsäcken findet sich bei der österreichischen Firma Cocoon. Dem Reise- und Outdoorfan wird hier alles geboten. Gleich mehrere als sehr gut bewertete Varianten finden sich im Sortiment. Die leichten Hüttenschlafsäcke aus Microfaser und Bio Baumwolle sind als Travel Sheets zu empfehlen. Als Tropic Traveler überzeugen zwei Varianten aus Seide bzw. Nylon. Atmungsaktiv und mit guten Feuchtigkeitseigenschaften eigenen sie sich hervorragend für Reisen in tropische Gefilde. Der Microfleece Mummy Liner hingegen orientiert sich an der Mumienform klassischer Schlafsäcke. Er ist mit einem weichen und flauschigen Innenfutter versehen. Die Außenfläche ist glatt und damit unempfindlich gegen Verschmutzungen. Das geringe Gesicht macht diesen Schlafsack attraktiv für längere Berg-, Wander- und Kajaktouren. Im Sommer wird er solo im Freien verwendet. Als Herbergsschlafsack ist er ebenso zu benutzen wie im Winter als Inlay für angenehme Wärme im Outdoorschlafsack. Interessant für Paare ist der von Cocoon angebotene Coupler. Dieser leichte Hüttenschlafsack bietet die Möglichkeit zum Koppeln über den durchgängigen Reißverschluss an der Seite. In unterschiedlichen Designs wird so auch auf Reisen ein Gefühl wie Zuhause unter einer Decke erzeugt.

 

Semptec

Ein Bestseller unter den Hüttenschlafsäcken wird vom Ausrüster Semptec zur Verfügung gestellt. Ein sehr kleines Packmaß ebenso wie das Gewicht von nur 200 Gramm sprechen für den Microfaser Hüttenschlafsack. Ein kleines Kissen kann in die entsprechende Tasche im Kopfteil eingeschoben werden und verrutscht dadurch nicht. Das Produkt aus 100 Prozent Polyester wird bei warmen Temperaturen verwendet oder ergänzt den Außenschlafsack, um diesen zu schonen. Der Einstieg ist hier ohne Reißverschluss nur von oben möglich. Das Kunstmaterial trocknet schneller als Baumwolle, ist allerdings nur per Hand waschbar.

 

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